Rückblick Ausstellung: Norman Seeff – The Look of Sound

In Zeiten, in denen Museen Pause machen, sollte man sich an Ausstellungen erfreuen, die man einst besucht hat. Darauf blickt man ja überhaupt viel zu selten zurück.

Eine besondere Ausstellung war für mich im vergangenen Jahr Norman Seeff – The Look of Sound im Museum für angewandte Kunst, Köln für mich.

Norman Seeff, geboren am 05. März 1939 in Johannesburg/Südafrika, mit 17 jüngster Spieler in der südafrikanischen Fußball-Nationalmannschaft, arbeitete zunächst als Arzt in der Traumatologie. Mit 29 Jahren wanderte er in die USA aus, um sich mehr seiner kreativen Seite zu widmen.

Er lebte einer Zeit als Prominente noch echte Künstler oder Politiker waren und sich mit ihren Fähigkeiten von der Masse abhoben. Anders als in der heutigen Zeit, in der sich als Prominenter begreift, wer im Besitz einer Kamera ist und seinen langweiligen Alltag mit viel Geschrei auf möglichst vielen sozialen Medienkanälen und privaten TV-Sendern verbreitet. Zu Seeffs Zeiten waren Prominente Ikonen, und eigentlich unerreichbar. Seeff gelang es als Hobby-Fotograf in den Alltag der Stars einzudringen und intime Foto- und Video-Einblicke in deren Leben und Arbeit zu geben, als wäre die Kamera nicht da, aber: ohne voyeuristisch zu sein. Die Stars standen in Interviews bereitwillig Rede und Antwort.

Und so wurde die Ausstellung im Kölner Museum für angewandte Kunst (MAKK) gleichzeitig zu einem wunderbaren Rückblick in die Geschichte der Musik und Popkultur: Steve Jobs, die Blues Brothers, Art Garfunkel, einfach großartig.

Und was könnte diese Ausstellung besser widerspiegeln, als eine Playlist die ich zu den Bildern erstellt habe.

Viel Spaß beim Eintauchen in Erinnerungen oder dem neu Entdecken von fast vergessenen Perlen. Danke Norman Seeff und MAKK.